Textbausteine (Vor-Ort-Beratung)/Energiesparvorschläge

Aus Energie
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In diesem Textbaustein werden allgemeine Energiesparvorschläge gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Verbesserung der Bausubstanz

Dämmung der Rolladenkästen

Rolladenkästen stellen Wärmebrücken dar und sollten daher gedämmt werden. Die Dämmung ist dabei auf der Innenseite der zum Raum hingewandten Flächen anzubringen. Ritzen und Spalten sollten dauerelastisch abgedichtet werden, um eine unkontrollierte Lüftung zu verhindern.


Dämmung Kellerfussboden

Auch wenn der Keller nur temporär beheizt wird, lohnt sich bei einer Erneuerung des Fußbodens eine geringe Wärmedämmung von 2-4 cm. Mehr ist wegen der geringen Kopfhöhe meist nicht möglich.


Dämmung Kellerwände

Durch die vorgesehene Dämmung der Kellerwände bis Oberkante Fundament wird die Wärmebrücke Kellerdecke beseitigt.


Wärmeschutzverglasung

Bei der Fenstererneuerung sollen gut wärmedämmende, dichtschließende Fenster mit Wärmeschutzverglasung eingebaut werden. Die Energieeinsparverordnung schreibt einen U-Wert von max. 1,7 W/m²*K für das gesamte Fenster vor. Die Glasindustrie bietet entsprechende Verglasungen für Renovierungen an. Zu empfehlen sind 2-fach-Verglasungen mit Ug-Werten bis etwa 1,1 W/(m²*K) mit geringen Mehrkosten langer Lebensdauer.

Bei Wärmeschutzverglasungen ist die innere Scheibe mit einer wärmereflektierenden Schicht bedampft. Der Scheibenzwischenraum ist mit einem wärmedämmenden Edelgas gefüllt. Die nachstehende Grafik zeigt das Prinzip der Wärmeschutzverglasung:


Fenster

Beim Einbau gut dichtender und gut wärmedämmender Fenster in eine schlecht oder mäßig gedämmte Außenwand kann es zu Feuchte und Schimmelbildung, besonders in kaum beheizten Räumen, wie Schlafzimmern, kommen. Sie sollen daher auf ein entsprechendes Lüftungsverhalten achten.

Bei schlecht oder mäßig gedämmtem Mauerwerk ist die Fenstererneuerung im Zusammenhang mit einer Außenwanddämmung optimal. Die Fenster vor der Anbringung der Außendämmung erneuern und so einsetzen, dass sie bündig mit der Außenwand sitzen. Anschließend die Außendämmung über den Fensterrahmen ziehen. Beim Austausch eines Fensters die Wärmedämmung und Luftdichtigkeit des Rolladenkastens verbessern oder außenliegende Rollläden verwenden (siehe auch Hinweise zu Rolläden)

Dämmung der Dachschräge

Diese Maßnahme zählt zu den bauphysikalisch kritischen Maßnahmen. Wichtig ist die Luftdichtigkeit der Konstruktion, da durch Luftströme weitaus größere Feuchtigkeitsmengen konzentriert an einer Stelle auskondensieren können, als dies bei der sogenannten Dampfdiffusion der Fall ist, die über die gesamte Dachfläche stattfindet. Weiterhin muss die Konstruktion von innen nach außen diffusionsoffener werden. Die folgende Grafik zeigt einen schematischen Schnitt durch eine ordnungsgemäß aufgebaute Dachdämmung.


Luftdichtigkeitsüberprüfung

Die luftdichte Ausführung sollte durch eine Luftdichtigkeitsmessung nach ..... (auch bekannt als "Blower-Door-Test") überprüft werden. Dies sollte den ausführenden Handwerkerfirmen auch vor Durchführung der Arbeiten mitgeteilt werden oder noch besser ein zu erreichender Wert in den Auftrag geschrieben werden. Dann wird gewissenhafter gearbeitet. Baufehler können zu Bauschäden führen. Daher ist eine gesonderte Beratung für den konkreten Einzelfall notwendig!


Außenwanddämmung

Die Maßnahme betrifft die Außenwand des Gebäudes. Diese Wand besteht aus einem einschaligen Vollziegelmauerwerk, das beidseitig verputzt ist. Die Wand soll mit einem Wärmedämmverbundsystem (Abkürzung: WDVS, auch als "Thermohaut" bezeichnet) versehen werden. Das WDVS wird außen auf die verputzte Fassade geklebt und ggf. gedübelt. Als Dämmstoff wird z. B. Polystyrol verwendet. Nach außen ist das System zuerst mit einem Armierungsputz und dann mit einem Sichtputz versehen, so dass die äußere Erscheinung des Hauses anschließend einem üblichen verputzten Haus entspricht. Es wird erforderlich sein, die Fensterbänke zu erneuern, Regenwasser-Fallrohre müssen evtl. nach außen gesetzt werden, ebenso Außenwasserhähne, Lichtschalter, Außengeländer etc. . Weiterhin ist zu kontrollieren, ob der vorhandene Dachüberstand für das Anbringen des WDVS ausreichend ist.


Die vorstehende Grafik zeigt einen Querschnitt durch eine mit eines WDVS verkleidete Außenwand. Die Durchführung dieser Sanierungsmaßnahme hat folgende positive Aspekte:

  • gute Dämmung und damit dauerhaft niedrige Energiekosten
  • höhere Oberflächentemperaturen an der Innenseite der Wände und damit behagliche Wohnatmosphäre
  • Reduzierung Tauwassergefahr an Innenwandoberfläche


Vermeidung von Wärmebrücken

Wärmebrücken sind .... Das Problem der Wärmebrücken besteht nicht nur darin, dass Wärmebücken den Energiebedarf erhöhen. Durch Wärmebrücken vermindert sich vor allem die Oberflächentemperatur an der Innenseite dieser Bauteile, wodurch es zur Kondensation von Wasser und letzlich zur Bildung von Schimmel oder Hausschwamm kommen kann.

Eine vollständige Verhinderung von Wärmebrücken ist zwar technisch nicht möglich. Es sollte aber immer Ziel einer Konstruktion sein, dass die Oberflächentemperatur nicht soweit absinkt, dass es zur Kondensation an der Bauteiloberfläche kommt.

Für den Neubau fordern die entspr. Normen Mindestbedingungen für die Verringerung von Wärmebrückeneinflüssen. Die EnEV belohnt ....

Im Bestand sollte das Sanierungsziel darin bestehen, vorhandene Wärmebrücken soweit zu verringern, dass es zu keinen Tauwasserproblemen kommt.


Energiespar-Maßnahmen - Haustechnik

Drehzahlgeregelte Umwälzpumpe

Spätestens wenn vorhandene Heizungsumwälzpumpen für thermostatisch geregelte Heizkreise defekt sind und ausgetauscht werden müssen, ist es ratsam, elektronisch geregelte Umwälzpumpen einzusetzen. Diese Pumpen "erkennen", wann beispielweise ein Heizkörper gedrosselt wird und senken die Pumpendrehzahl. So wird weniger Pumpenstrom benötigt und Strömungsgeräusche an Ventilen werden reduziert.

Abgleich des Rohrnetzes

Da das Heizungswasser bestrebt ist, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen sollte ein Heizungsnetz abgeglichen werden. Ein nicht abgeglichenes Rohrnetz führt z.B. dazu, dass wenn auf dem Gäste-WC das Fenster aufsteht das Thermostatventil voll öffnet und der größte Teil des Heizungswassers durch diesen einen kleinen Heizkörper "rauscht". Dies führt dazu, dass weiter entfernte Heizkörper zu wenig Wasser abbekommen. Als Folge wird dann häufig die Leistung der Umwälzpumpe erhöht damit wieder alle Heizkörper ausreichend warm werden. Sie führt jedoch zu einem unnötig hohen Stromverbrauch für die Umwälzpumpe und zu einer unnötig kleinen und für den Betrieb nicht sinnvollen Temperaturdifferenz am Kessel. Am einfachsten werden alle Heizkörper bei voll geöffnetem Ventil im Durchfluss soweit begrenzt, dass alle eine möglichst gleiche Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf aufweisen. Bei voreinstellbaren Heizkörperventilen kann der Durchfluss relativ einfach angepasst werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Einstellung über absperrbare Rücklaufverschraubungen.

Dämmung der wärmeführenden Rohrleitungen

Die zu verlegenden Rohrleitungen sollten mindestens entsprechend der Energieeinsparverordnung gedämmt werden:

Tabelle 13: Mindestdämmstärken für Wärmeverteilleitungen

Nennweite der Rohrleitungen / Armaturen Mindestdicke der Dämmschicht(volle Anforderungen) Mindestdicke der Dämmschicht(eingeschränkte Anforderungen)
bis NW 22 20 mm 10 mm
ab NW 22 bis NW 35 30 mm 15 mm
ab NW 35 bis NW 100 gleich NW gleich 1/2 NW
über NW 100 100 mm 50 mm

Die eingeschränkten Anforderungen gelten für Leitungen und Armaturen in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Kreuzungsbereich von Rohrleitungen, an Rohrleitungsverbindungsstellen, bei zentralen Rohrverteilern, Heizkörper-Anschlussleitungen von nicht mehr als 8 m Länge.

WARUM ENERGIE SPAREN?

Neben den Vorteilen durch verringerte Heizkosten, höhere Behaglichkeit und Wohnzufriedenheit, Werterhalt oder Wertsteigerung der Immobilie stellt auch der Umweltschutz einen wichtigen Aspekt dar. Jeglicher Energieverbrauch stellt einen Eingriff in die Natur dar. Die Folgen sind Ressourcenverknappung, Klimaveränderung, Luftverschmutzung und sonstige Emissionen wie Schall und Wärme.

Die Enquêtekommission des Deutschen Bundestages hat ermittelt, dass es, um die Folgen unseres Energieverbrauchs in erträglichen Grenzen zu halten, erforderlich ist, bis zum Jahre 2050 den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Und dies bei wachsender Weltbevölkerung. Diese Zahl verdeutlicht, die Dringlichkeit von Energiesparmaßnahmen. Aus diesem Grunde sollte die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen nicht als alleiniges Kriterium betrachtet werden.


Allgemeine Energiespartips

Lüften und Heizen

  • In Wohn- und Arbeitsräumen reicht eine Temperatur von 20°C aus. Nachts und in ungenutzten Räumen sollte die Temperatur nicht unter 16°C gesenkt werden.
  • Wer die Raumtemperatur um 1° C senkt, spart rund secht Prozent Heizkosten.
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